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Geschichte der Schützen von Gais

1808 Vereinsgründung

1908 Es wurde beschlossen auf die neue Vereinsfahne die Jahreszahlen 1808-1908 zu sticken. Es dürften aber schon früher Schiessübungen in Gais durchgeführt worden sein. Im Buch Nr. 1, „Gesetze und Urkunden“, findet sich eine Kopie der Zilstadt und Schutz in dem Scheibenweidle anno 1664.

15. Mai 1870, wurde der Zweck des Vereins in den Statuten wie folgt umschrieben:
Der Zweck des Vereins ist freundschaftliche Vereinigung hiesiger Schützen zur Hebung und Förderung des Schützenwesen, sowie zur Belebung vaterländischer Gesinnung.

7. April 1867, im Protokoll über die Schützenversammlung vomsteht folgender Beschluss: „ Es solle, um die Schenkung einer ordentlichen Festgabe ans nächste eidgenössische Schießen in Schwyz von Seite Gais zu ermöglichen und um dieser Schenkung den Charakter einer patriotischen Demonstration zu geben und zwar in dankbarer Erinnerung der mehrfachen und mehrseitigen Hilfeleistungen, welche die Schwyzer zur Zeit der Appenzellerkriege unseren Vorfahren angedeihen liessen.

Ende des 19. Jahrhunderts bestand der Vorstand in der Regel aus 5 Mitgliedern, nämlich dem Schützenmeister, dem Kassier, dem Aktuar und zwei Beisitzern. Es scheint, dass man dazumal die Bezeichnung „Präsident“ noch nicht kannte. Dessen Funktionen wurden seinerzeit vom Schützenmeister ausgeübt.

15. Mai 1870 erfolgte der Zusammenschluss der Stand- und der Feldschützengesellschaft. Der neue Verein wurde unter der Bezeichnung „Schützengesellschaft“ geführt.

November 1873 es wurde beschlossen, die alte Fahne wieder zu erneuern, da die Fahnenstange und das Schild noch vorhanden waren. Die neue Fahne wurde dann erstmals an das eidgenössische Schützenfest 1874 in St. Gallen mitgenommen.

August 1880 konnte ein Vertrag zwischen der Gemeinde und der Schützengesellschaft betreffend die Erstellung und Benützung einer Schiessanlage in der Rotenwies abgeschlossen werden und am Freitag, den 29. Juli 1881 fand das Einweihungsschiessen statt.

1898 wurde gewünscht, dass für „kniende Schützen“ eine bessere Vorrichtungen getroffen werde, da heutzutage diese Stellung überall geduldet und angewendet wird. Daraus kann geschlossen werden, dass in den ersten 80 Jahren nur stehend geschossen wurde.

1904
wurde dann allerdings darauf hingewiesen, dass das Stehendschiessen immer noch zu wenig geübt werde. Das Komitee wurde beauftragt, zur Besserung von diesem Schießen je nach Umständen, Übungen im Stehendschiessen als obligatorisch zu erklären.

Juni 1892 es wurde in Gais ein Kantonalschützenfest durchgeführt. An 4 Tagen wurde auf 10 Scheiben geschossen. Der Schiessbetrieb konnte ohne Störungen abgewickelt werden, dagegen ergab sich in finanzieller Hinsicht ein Defizit von Fr. 79.21 .

1893
wurde der Beitritt zum Kantonalverband beschlossen und ein Jahr später erfolgte der Beitritt zur Unfall-Versicherungs-Genossenschaft Schweizerischer Schützenvereine.

1896
wurdeerstmals bezirksweise ein feldmässiges Sektionswettschiessen durchgeführt und 1903 wurde dann den Schützen erstmals gestattet, liegend zu schießen.

1905 wurde zur Heranbildung junger Schützen Kurse im Armbrustschiessen durchgeführt, welche dann ab 1923 von den eigentlichen Jungschützenkursen abgelöst wurden, nachdem bereits in den Jahren 1910 - 1914 solche Kurse abgehalten worden waren.

1937
wurden die Jungschützenkurse durch einen Beitrag des Bundes und des Schweizerischen Schützenvereins sowie durch die Abgabe von Gratismunition unterstützt.

1911
wird erstmals das Pistolenschiessen erwähnt.

1914/18 während den Kriegsjahren war die Schiesspflicht in den Vereinen suspendiert und die Abgabe jeglicher Munition an die Schiessvereine verboten. In diesen Jahren beschränkte sich die Schiesstätigkeit deshalb gezwungenermassen ausschliesslich auf das Zimmerschiessen.

1908 (im Jubiläumsjahr) wurde die Anschaffung einer neuen Vereinsfahne beschlossen. Kosten Fr. 420.- inklusive Fahnenband.

1921/22 bedeutet für die Feldschützengesellschaft Gais einen Markstein in ihrer Geschichte. Der langersehnte Wunsch nach einer modernen Schiessanlage ging in Erfüllung. Die Gemeindeversammlung vom 1. Mai 1921 genehmigte ohne Gegenstimme den vom Gemeinderat befürworteten Kostenvoranschlag von Fr. 48 000.- zur Erstellung einer den damaligen Anforderungen entsprechenden Schiessanlage in der Brunnenau.

1930 wurden mit den Militärschützen erste Fusionsgespräche aufgenommen, doch erst 1938 wurde die Fusion vollzogen. Seither existierte in Gais nur noch die Feldschützengesellschaft.

1950 nach Abschluss der umfangreichen Renovationsarbeiten im Schiessstand und der Installation einer neuen Signalanlage wurde ein Standeinweihungsschiessen durchgeführt, welches reibungslos und zur vollen Zufriedenheit der Schützen verlief; aber auch in finanzieller Hinsicht ein Erfolg war.

1956 wurde eine selbständige Pistolensektion mit eigenen Statuten als Untersektion der Feldschützengesellschaft gegründet.

1964 wurden die Jungschützen nur noch am Sturmgewehr 57 ausgebildet.

1965 ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte!. Es ist der Erfolg unseres Kameraden Karl Fitzi. Durch sein gewissenhaftes Training hatte er sich einen Platz in der schweizerischen Matchgruppe erkämpft und an der Weltmeisterschaft in Wiesbaden, Deutschland, teilnahm. Er errang im Stutzer-Dreistellungsmatch in der Mannschaftswertung die Bronzemedaille.

1983 Das schönste Jubiläumsgeschenk zum 175-jährigen Bestehen gab sich der Verein selbst durch den Einbau der elektronischen Trefferanzeige.

2004
die drei Abteilungen (300, 50, 10 Meter) fusionieren zum Verein Sportschützen Gais und nehmen so die nächsten 100 Jahre Schiesssport in Angriff.

2005 können an der Hauptversammlung neun Neumitglieder aufgenommen werden.

2006 wurden wiederum 5 Neumitglieder aufgenommen. Im Weiteren kann Sandra Mohsin-Höhener mit der Juniorennationalmannschaft an die Europameisterschaften Luftgewehr nach Moskau. Ab diesem Jahr ist Sandra Mitglied in der Nationalmannschaft.

2007 wurden gar 11 Neumitglieder aufgenommen und es waren total 41 Stimmberechtigte an der Hauptversammlung anwesend. Die Sportschützen Gais erleben einen regelrechten Mitgliederzuwachs und auch der Vorstand beklagt keine Vakanzen.

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